#77 – Klartext bitte

Coconut Life Podcast

Klartext, bitte

Dinge zu beschönigen oder totzuschweigen ist kein Zeichen von Wertschätzung. Warum das so ist, erfährst du in der neuen Podcastfolge.

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Wertschätzend bedeutet nicht zu beschönigen

Dir geht es auf die Nerven, wenn Menschen ständig um den heißen Brei herumreden? Alles wird beschönigt und so umformuliert, dass es am Ende toll klingt? „Ich möchte dich einladen, XY zu tun?“ Der Choleriker wird als die Person bezeichnet, die in der Lage ist Gefühle zum Ausdruck zu bringen. 

Versteh mich richtig: Wertschätzung ist ein absolutes Muss in jeglicher Hinsicht. Allerdings bedeutet es nicht, die Dinge so weich zu spülen, dass am Ende dein Gegenüber nicht mehr versteht, was du von ihm/ihr möchtest. Oder dass unerwünschte Verhaltensweisen gefeiert werden. 

Es ist ein absolutes Zeichen von Wertschätzung, wenn du in der Lage bist, Dinge zu benennen. Es ist deine Aufgabe als Führungskraft. Dabei ist es entscheidend, ein Verhalten von der Person als solcher zu trennen. 

Klartext, was ist dabei wichtig?

Wenn dein Mitarbeiter einen Bock geschossen hat und dir der Hut hochgeht, dann ist folgendes wichtig:

  1. Erkenne deine Wut an. Erlebe sie in all ihren Facetten und finde deinen Frieden damit. 
  2. Wenn sich deine Emotionen beruhigt haben, identifiziere das Verhalten, das dir aufgestoßen ist.
  3. Hab den Mut dein Gegenüber mit diesem Verhalten zu konfrontieren.
    Der entscheidende Unterschied zwischen Wertschätzung und Geringschätzung ist hier, aus welcher inneren Haltung du das tust. Wenn du dein Gegenüber zum kotzen findest, solltest du zurück auf Schritt 1 und dich fragen, wann du dich vielleicht selbst mal so verhalten hast bzw. anerkennen, dass sich Menschen ab und an wie ne Kiste Knete aufführen. Erkenne, dass es deine Aufgabe ist, gesunde Grenzen zu setzen. Erst wenn du deinen inneren Frieden gefunden hast, ist es Zeit mit deinem Mitarbeiter zu sprechen. ERST DANN, NICHT VORHER. 

Ein weit verbreitetes Missverständnis, wenn es um Wertschätzung geht:

Wertschätzend zu sein bedeutet nicht, die Vorkommnisse zu beschönigen. Es bedeutet, die Dinge nüchtern zu benennen in dem Wunsch, mit deinem Gegenüber eine gemeinsame Basis zu finden.

 

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Klartext erfordert Mut

In der Theorie klingt das alles einleuchtend und gut. Allerdings beobachte ich, dass es vielen schwer fällt, Vorkommnisse klar zu benennen. Warum ist das so? 

Ich glaube es ist in erster Linie ein Zeichen davon, dass dir das Verhältnis zu deinem Gegenüber wichtig ist. Wenn es dir egal wäre, was der andere von dir hält oder wie er sich fühlt, würde es dich wohl keine Überwindung kosten, dein Gegenüber mit einem bestimmten Verhalten zu konfrontieren. 

Allerdings solltest du dabei bedenken: Wenn du alles in dich hinein frisst, ist kein Wachstum möglich. Weder bei deinem Gegenüber, noch bei dir, noch in eurer Beziehung. 

Beziehungen gewinnen an Tiefe, wenn ihr gemeinsam in der Lage seid Untiefen zu umschiffen. Nur dann. Andernfalls werden sie immer oberflächlicher. Wenn es dir also beispielsweise darum geht, Mitarbeiter zu binden, ist dieser Austausch unerlässlich. Gleiches gilt, wenn du dir Freundschaften wünschst, die ein starkes Fundament besitzen.

Hab den Mut dich zu zeigen

Wenn du in der Lage bist, solche Vorkommnisse anzusprechen, gewinnst du an innerer Stärke. Dein Ansehen dir selbst gegenüber wächst. Indem du dich mitteilst, zeigst du dich. Das schafft Vertrauen bei deinem Gegenüber und zeigt dich gleichzeitig als Mensch. Auch die Weisesten unter uns sind mal wütend oder verletzt. Wenn du den Mut besitzt, dich so zu zeigen, wirst du etwas sehr Kostbares gewinnen. Ich wünsche es dir.

Alles Liebe

Nina

PS: Alle Stärke liegt innen nicht außen
PPS: Den Coconut Life Podcast gibt es auf iTunes und auf Spotify! Ich freue mich, wenn du ihn abonnierst.

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Über die Autorin

Nina Stromann ist Inhaberin von Coconut Life, Autorin und Top-Executive Coach.
Sie unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, geile Teams zu entwickeln, die ordentlich rocken.

About Nina Stromann Coconut Life